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Spinnen
ernähren sich von lebenden Tieren, meist Insekten. Sie jagen ihre Beute
oder stellen ihr Fallen. Spinnennetze sind solche Fallen. Es gibt
Tausende von Netzspinnenarten und jede webt ein anderes Spinnennetz.
Besonders schön sieht das Radnetz aus, das man oft am frühen Morgen
zwischen Ästen und Blumen sehen kann. Wenn die Sonne darauf schein,
funkelt es besonders schön. Der Spinnfaden ist meist ein verdrillter,
stabiler Faden, den die Spinne aus ihrer Spinndrüse (die sitzt am
Hinterleib) spinnt. Wenn ein Windstoss kommt, weht der Faden durch die
Luft und landet z. B. auf einem Ast, einem Blumenstängel oder
Holzstöckchen.
Dort macht die Spinne ihn fest. Dann hüpft sie weiter, sucht Ecken, an denen sie den Faden noch fest machen kann. |
Nun steht das grobe Gerüst. Jetzt muss die Spinne das Netz noch schön
dicht ausweben, damit die Beute sich im Netz verwickelt und nicht mehr
abhauen kann.
Sie selbst bleibt aber
nie im Netz hängen, denn die Spinne hat spezielle Beine, die am Ende
drei Klauen haben. Wie auf Stelzen läuft sich auf den Netzfäden und
verwickelt sich selbst nie. Wenn das Netz fertig ist, heißt es
abwarten. Die Spinne versteckt sich. Einen langen Signalfaden behält
sie bei sich. Die meisten Spinnenarten haben acht Augen, können damit
aber nicht gut sehen. Ausgezeichnet ist jedoch ihr Tastsinn. Wenn sich
der Signalfaden bewegt, dann weiß die Spinne: "Aha, eine Fliege ist im
Netz gefangen". Blitzschnell kommt sie aus ihrem Versteck heraus und
spuckt eine Flüssigkeit auf das Beutetier, damit sie es besser verdauen
kann. Dann bohrt sie in den Mückenpanzer ein Loch und schlürft die
Weichteile der Mücke aus. |